Selbst erlebt

"Don't dream your life – live your dream!"

C.W. mit Känguruh

C.W., Betriebswirtin, ist 2011 nach Australien ausgewandert.

Nachdem ich 2006 mein Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen hatte, bin ich sechs Monate lang mit dem Rucksack durch Australien gereist. Ich war fasziniert von diesem schönen, endlos weiten Land, und die Faszination ließ mich auch nach meinem Berufseinstieg bei der Deutschen Bank in Frankfurt nicht wieder los. Besonders in den kalten, dunklen Wintermonaten träumte ich von den sonnigen Stränden Australiens. Doch der Weg dorthin erwies sich als lang.

Im Beratungsgespräch mit dem Raphaelswerk stellte sich heraus, dass ich mit meinem Beruf nicht das begehrte "Skilled Visum" bekommen würde. Um in Australien leben und arbeiten zu dürfen, hätte ich eine australische Firma finden müssen, die jemand mit meinen Qualifikationen suchte.

Doch mir kamen Zweifel: Konnte ich das von Deutschland aus meistern? Und wusste ich eigentlich genug über den Alltag in Australien? Ich kannte es doch nur als Urlaubsland. Auch meine Freunde und Familie waren skeptisch.

Es vergingen einige Jahre (!), bis ich ausreichend Mut fand für den nächsten Schritt nach Australien. 2011 nahm ich ein Sabbatical und reiste mit einem Working-Holiday Visum in Sydney ein. Es fühlte sich an, als wäre ich nach Hause gekommen. Hier wollte ich bleiben! Ich fing an, Bewerbungen zu schreiben, und fand schließlich eine Praktikanten-Stelle bei der Deutsch-Australischen Industrie- und Handelskammer. Mit dieser Perspektive flog ich zurück nach Deutschland, kündigte meinen Job und meine Wohnung und flog mit einem One-Way-Ticket zurück nach Sydney.

Der Abschied von meinem "alten Leben", von meiner Familie und meinen Freunden, fiel mir nicht leicht.

Mein Mut zum Risiko zahlte sich jedoch aus. Nach kurzer Zeit wurde meine Praktikantenstelle in ein festes Angestelltenverhältnis umgewandelt. Mein Traum vom Leben und Arbeiten in Australien ging in Erfüllung.

Heute, ein Jahr danach, bin ich sehr glücklich, dass ich dieses Abenteuer gewagt habe.

Ich kann nicht ausschließen eventuell eines Tages wieder nach Deutschland zurückzukehren, aber für den Moment genieße ich mein Leben "down under" - in meinem neuen Zuhause.