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Rückkehrberatung

Beratung für Geflüchtete in Osnabrück

Ab Mitte August bietet das Raphaelswerk in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Caritasverband eine Rückkehrberatung für Geflüchtete an. Die Sprechstunde findet ab dem 16. August alle zwei Wochen in den ungeraden Wochen, jeweils mittwochs von 10:30 bis 13:30 Uhr in der Caritasberatungsstelle Große Rosenstr. 39 / 40, Osnabrück  statt. Die Terminvereinbarung erfolgt direkt über die Raphaelswerk-Beratungsstelle Hannover unter Telefon 0511-7005206-11

Günter Sandfort, stellvertretender Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück e.V., begrüßt  das neue Angebot: "Wir begegnen in der Flüchtlingsberatung immer mehr Geflüchteten, die in ihre Heimat zurückkehren wollen oder müssen. Deshalb freuen wir uns, dass das Raphaelswerk, ein Fachverband der Caritas, mit seiner Jahrzehnte langen Erfahrung nun auch in Osnabrück eine kompetente Rückkehrberatung gewährleistet".
  

M. Kruse und A. WagnerMagdalena Kruse und Angelika Wagner bieten Rückkehrberatung für Flüchtlinge in Osnabrück an. Die Raphaelswerk-Beraterinnen aus Hannover werden alle zwei Wochen in der Caritasberatungsstelle, Große Rosenstr. 39/40, Osnabrück, vor Ort sein. Beratungstermine können telefonisch über 0511-7005206-11 vereinbart werden.

Konkret bedeutet dies, dass die Sozialpädagogin  Magdalena Kruse, Leiterin der Raphaelswerk-Beratungsstelle in Hannover,  alle 14 Tage in der Osnabrücker Caritasberatungsstelle eine Sprechstunde anbietet. Im Wechsel mit ihrer Kollegin Angelika Wagner wird sie die Geflüchteten beraten.
Aktuelles Ziel der deutschen Flüchtlingspolitik sei, so Kruse, Menschen, die keine Bleibeperspektive haben oder aus sicheren Herkunftsländern kommen, schnell in ihre Heimatländer zurückzuführen. "Umso mehr sehen wir es als unsere Aufgabe an, diesen Personenkreis umfassend zu beraten, mögliche Perspektiven hier und im Heimatland aufzuzeigen, eine Rückkehr in Würde zu ermöglichen und über Hilfen zum Start im Heimatland zu informieren oder diese zu vermitteln."
Kruse betont, dass die Beratung ergebnisoffen ist. Margret Pues, Flüchtlingsreferentin der Caritas, ist dies wichtig: "Mit einer ergebnisoffenen Beratung können wir mit den  Ratsuchenden zusammen Perspektiven erarbeiten. Die Geflohenen können dann eigenständig und ohne Druck eine Entscheidung treffen. 

Warum wollen Geflüchtete Deutschland wieder verlassen?
 "An erster Stelle geht es um familiäre oder persönliche Gründe, dann folgen abgelehnte Asylanträge und Ausreiseaufforderungen. Gesundheitliche Gründe, Heimweh, Perspektivlosigkeit und auch die fehlende Möglichkeit, die Familie nachzuholen, sind weitere Aspekte." erläutert  Raphaelswerk-Beraterin Magdalena Kruse. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Beratung von Personen, die besonders verletzbar sind: "Da geht es zum Beispiel um alleinreisende Mütter mit  Kindern, Großfamilien oder alte und kranke Personen."

Günter Sandfort freut sich über die Kooperation mit dem Raphaelswerk: "Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an Rückkehrberatung weiterhin steigen wird. Umso wichtiger ist es, dass wir nun dieses Hilfeangebot einrichten können." Die Caritas finanziert das neue Angebot in Osnabrück mit jährlich 15.000 Euro.